Häufige Fragen

Was sind erste Schritte zu einer Psychotherapie und benötige ich eine Überweisung?

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Sie brauchen keine Überweisung Ihres Hausarztes (oder eines anderen Arztes), um eine Psychotherapie zu beginnen.

 

Zunächst können Sie ein Erstgespräch/probatorische Sitzung in Anspruch nehmen. In diesem haben Sie die Möglichkeit, Ihr Anliegen zu schildern. Das weitere Vorgehen kann geklärt werden und Sie erfahren mehr über mögliche Behandlungsangebote.

 

Üblicherweise finden danach noch weitere vier probatorische Sitzungen (Testsitzungen) statt, bevor Sie sich entscheiden, ob Sie eine Psychotherapie bei uns wahrnehmen möchten. In diesen Sitzungen werden die Diagnosen geklärt, das therapeutische Vorgehen besprochen und ein Therapievertrag abgeschlossen.

Vor dem eigentlichen Beginn der Psychotherapie muss eine ärztliche Abklärung erfolgen, um sicherzustellen, dass Ihre Probleme keine überwiegend körperliche Ursache haben (z.B. Überprüfung der Schilddrüsenhormone). Sie können diese Abklärung, den sogenannten Konsiliarbericht, bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen. Wenn dieser Sie gut kennt, reicht oft eine unterschriebene Bescheinigung ohne erneute Untersuchung.

Wann muss ich da sein, wenn ich einen Termin habe?

Wir führen eine Bestellpraxis, d.h. Sie müssen keine Wartezeiten in der Praxis einkalkulieren. Da wir uns zuvor meist noch in einer Sitzung befinden, bitten wir Sie darum, idealerweise pünktlich bis maximal 10 Minuten vor Ihrem Termin zu erscheinen. Eine Sitzung dauert 50 Min.

 

 

Wie lange dauert eine Psychotherapie und wie oft findet sie statt?


Wir bieten in unserer Praxis Verhaltenstherapie an. Eine verhaltenstherapeutische Kurzzeittherapie dauert ca. ein halbes Jahr und umfasst - nach den probatorischen Sitzungen - 25 Einzelsitzungen, üblicherweise mit einer 50minütigen Sitzung pro Woche. Eine Langzeittherapie beinhaltet 45 wöchentliche Sitzungen und erstreckt sich über ca. ein Jahr. Welche Form die passende für Sie ist, richtet sich nach der Problemstellung und wird innerhalb der probatorischen Sitzungen gemeinsam besprochen. In begründeten Einzelfällen kann eine Therapie über die Dauer einer Langzeittherapie hinaus auf 60 bis 80 Sitzungen verlängert werden.

Psychologe, Psychiater, Psychotherapeut - Wer macht eigentlich was?

(Diplom-)Psychologen (psyche=Seele, logos= Wort, Lehre) haben Psychologie studiert und sich ausführlich mit Zusammenhängen zwischen Gedanken, Gefühlen, körperlichen Empfindungen und Verhalten befasst. Sie sind Fachkräfte in allen seelischen Belangen.

 

Psychiater (psyche=Seele, iatros=Arzt) haben Medizin studiert und sich auf die medizinische (v.a. medikamentöse) Behandlung psychischer Störungen spezialisiert. Sie haben die Möglichkeit, Medikamente zu verschreiben und führen beratende Gespräche dazu.

 

Psychotherapeuten sind Psychologen oder Ärzte, die nach dem Studium eine drei- bis fünfjährige praktisch orientierte Ausbildung durchgeführt haben, die auch Selbsterfahrung mit den jeweiligen Therapieverfahren beinhaltet. Psychotherapeuten unterstützen Menschen mit psychischen Problemen, z.B. durch Gespräche, Übungen, etc., Änderungen zu erreichen.

 

Psychologischer Psychotherapeut ist eine in Deutschland seit Januar 1999 durch das Psychotherapeutengesetz gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung, die eine staatliche Zulassung zur Ausübung der Heilkunde (Approbation) verlangt.

 

Welche Fragen kann ich mir stellen, um zu erkennen, dass mir eine Psychotherapie helfen könnte?

Fühle ich mich anders als sonst? Beunruhigt mich diese Veränderung?
Gibt es eine Erklärung für die Veränderung?
Reicht diese nicht aus, um die Dauer und Heftigkeit der Beschwerden zu begründen?
Kann ich meine tägliche Arbeit nur noch mit Mühe verrichten?
Mache ich mir immer Sorgen und habe ich viel Angst?
Leide ich unter körperlichen Beschwerden?
Ist mein Schlaf gestört, schlafe ich zu wenig oder zu viel?
Fühle ich mich oft aggressiv, hasserfüllt, gereizt oder bin ich sehr intolerant?
Bin ich oft krankgeschrieben?
Habe ich Selbstmordgedanken?
Habe ich kaum noch Menschen, mit denen ich über meine Probleme sprechen kann?
Helfen Gespräche mit Freunden nicht mehr?
Fällt die Veränderung auch anderen deutlich auf?
Ist das schon länger als drei Monate so?
Ist mir alles egal?

Quelle: Rosemarie Piontek: Wegbegleiter Psychotherapie